Induratio penis plastica behandeln mit SMART-ESWT:

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Nashornpulver ist in China hochbegehrt als  Potenzmittel, ist aber nur ein Placebo. Hochwirksam dagegen ist die SMART-ESWT.


Die Induratio penis plastica (IPP, engl.: Peyronie’s disease) ist eine erworbene benigne Veränderung im Bereich des Penis, welche die Tunica albuginea und z. T. auch das angrenzende Gewebe der darunter liegenden Corpora cavernosa betrifft.
Sie tritt vor allem bei Männern zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Charakteristisch ist ein zweiphasiger Verlauf der Erkrankung: ein initial entzündliches sowie ein chronisches Stadium, es kommt langsam zur Ausbildung fibröser, unelastischer narbiger Veränderungen (Plaques).

 

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Das Behandlungsgerät ARIES ESWT von Dornier zur Plaques-
Auflösung, Kapillaren-Neuausbildung und Steigerung der Durchblutung

Unelastische Plaques:

Diese unelastischen Plaques führen in dem betroffenen Segment des Penisschaftes zu einer nur noch begrenzten Ausdehnungsfähigkeit bei der Gliedanschwellung, es kommt zur Penisdeformation. Diese kann dabei als Kurvatur, Einziehung, sanduhrförmige Deformität oder Verkürzung des Penis imponieren.
Begleitend kann durch die lokale Minderdurchblutung eine Abschwächung der Erektion eintreten, es kommt zur erektilen Dysfunktion (ED).

Zu den ersten Symptomen der Erkrankung zählen neben diesen palpablen Läsionen vor allem schmerzhafte Erektionen, die bei 10-50% der Patienten auftreten. Am Ende dieser Erkrankung kann es bis zur völligen Impotenz durch stärkste Verkrümmungen kommen.

 

Therapie:

Bisher existierte in der Behandlung der IPP kein Goldstandard. Der Einsatz extrakorporaler Stoßwellen in der Therapie der IPP erfolgte erstmals im Jahre 1996 durch BUTZ und TEICHERT. Ziel dieser neuen Behandlungsform war es, eine Zerstörung der Plaques sowie eine Verbesserung der Gewebeelastizität, der erektilen Funktion und der Schmerzsymptomatik zu erreichen.

In mehreren Studien wurde von einem Rückgang der Schmerzsymptomatik zwischen 56% und 100%, einer Abnahme der Deviation von 25% bis 68% und eine Verbesserung der Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr in 43% bis 62% der Fälle berichtet.

 

Eine Weiterentwicklung führt nun zur SMART-ESWT
(ARIES-ED Dornier)

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Hierbei wird neben der „Aufweichung der Plaques“ eine Ausbildung neuer Kapillaren induziert ( Angiogenese) mit einer verbesserten Stoffwechsellage und einer deutlich gesteigerten Durchblutung. Von entscheidendem Vorteil ist auch, dass diese Behandlungsform von den Patienten gut toleriert wird und darüber hinaus nur selten harmlose Nebenwirkungen (harmloser kleiner Bluterguss, Harnröhrenreizung) aufweist.

Belegte Wirksamkeit:

Studien zeigen, dass ARIES ED für 70% der Patienten eine Lösung auf Dauer bietet - im Vergleich zu anderen konservativen Behandlungsmaßnahmen wie Hydrocortison-Injektionen (25%) und PDE5- Medikation (50%), die meist nur kurzfristig die Situation verbessern.

 

 

Dr. Karl-Heinz von Kellenbach:
Urologe & Androloge